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Pumpentechniken

Kolbenpumpen

Kolbenpumpen saugen das Material aus dem Gebinde an und pressen es mit einem entsprechenden Druck durch eine Schlauch- oder Rohrleitung zur Spritzpistole. Die meisten von Wagner angebotenen Pumpen sind pneumatisch betrieben. Unterschieden werden die Kolbenpumpen nach Übersetzungsverhältnis und Fördervolumen. Kolbenpumpen sind für nieder- bis hochviskose Materialien geeignet. Insbesondere für hochviskose Materialien sind Kolbenpumpen auf Grund ihrer hohen Ansaugleistungen geeignet.

Sonder Kolbenpumpe die Extrusionspumpe

Diese Sonderform der Kolbenpumpen wird speziell für sehr hochviskose Materialien/Pasten eingesetzt, bei denen die Ansaugung einer herkömmlichen Pumpe nicht mehr ausreicht, wie z.B. Fette, Wachse, Silicone, etc. Bei den Extrusionspumpen wird das Material mit Hilfe von Fassfolgeplatten und/oder eines Schöpfkolbens in die Pumpe befördert. Diese fördert anschließend das Material mit entsprechendem Druck an die Spritzpistole.

Funktion einer Pneumatischen Kolbenpumpe:

Pneumatische Kolbenpumpen besitzen zum Antrieb der Pumpe einen Luftmotor.

Die Bewegung des Pumpenkolbens wird durch wechselseitige Beaufschlagung des Luftmotors mit Druckluft erzeugt. Diese wird durch Luftventile gesteuert.

Der Luftmotor bewegt so den Kolben abwechselnd auf und ab. Die Kolbenstange des Luftmotors ist mittels einer Kupplung mit dem  Materialförderkolben verbunden.

Material wird durch ein Ansaugschlauch /-rohr  angesaugt und unter Druck gesetzt. Die Pumpe geht in Ruhestellung, sobald gewünschter Druck erreicht ist Sinkt der Materialdruck (z.B.: Das abziehen der Pistole), fängt die Pumpe wieder an zu arbeiten.

 

Elektrische Kolbenpumpen

Bei elektrisch betriebenen Kolbenpumpen erfolgt die Materialförderung über eine Hubbewegung eines Kolbens die durch ein Pleuel erzeugt wird. Elektrische Kolbenpumpen werden meist als Baustellengeräte für Dispersionen, Latexfarben, Korrosionsschutz, Gewebekleber verwendet.

Vorteile:

  • Hohe Ansaugleistung für hochviskose Materialien

 

Hochdruck Membranpumpen

Bei Membranpumpen erfolgt die Materialförderung über eine Membrane die sich bewegt und abwechselnd Material ansaugt oder weiterleitet.

Vorteile:

  • Durch die hohe Arbeitsgeschwindigkeit der Membrane kaum Pulsation im Sprühstrahl.
  • Ideal für Kleinmengenverarbeitung wegen des Geringen Materials in der Pumpe selbst.
  • Das Material wird schonend gefördert ideal für Scherempfindliche Materialien wie UV-Lacke.

 

Doppelmembranpumpen

Hier wird das Material aus dem Gebinde über Doppel-Membrane angesaugt und mit entsprechenden Druck durch eine Schlauch- oder Rohrleitung zur Spritzpistole gefördert. Häufig werden Doppelmembranpumpen auch für Materialumlaufsysteme eingesetzt.  Die Doppelmembranpumpen von Wagner zeichnen sich durch eine pulsationsärmere Förderung des Materials aus. Unterschieden werden einfach übersetzte Doppelmembranpumpen, nieder übersetzte Doppelmembranpumpen und hoch übersetzte Doppelmembranpumpen.

 

Schneckenpumpen

Schneckenpumpen fördern das Material durch Verdrängung. Dies geschieht über die zwei Bauteile Rotor und Stator. Dabei dreht sich der Rotor und befördert dadurch in den Hohlräumen des Stators das Material schonend. Mit dieser Technologie können extrem schwere Materialien befördert werden wie z.B. beim maschinengestützten Putzauftrag bei dem das Material mit Hilfe einer Schneckenpumpe über den Schlauch zur Spritzlanze gefördert wird. Durch Zugabe von Druckluft an der Spritzlanze wird das schwere Material zerstäubt und gleichmäßig aufgetragen.

 

Turbinen

Beim Niederdruckspritzen (HVLP / XVLP) wird mit hohem Luftvolumen und niedrigem Luftdruck (bis 0,7 bar) gearbeitet. Die in der Turbine erzeugte Zerstäuberluft fließt über einen Luftschlauch in den Farbbehälter der Spritzpistole und baut dort Druck auf. Hierdurch wird der Beschichtungsstoff über das Steigrohr zur Düse gefördert und mit der restlichen Luft zerstäubt.

Die XVLP Technologie (EXtra Volume Low Pressure) basiert auf der HVLP - Technologie. Dabei hat die XVLP Serie eine höhere Zerstäubungsleistung durch eine 60% größere Luftmenge als andere Niederdruckgeräte. Dadurch kann ein weitaus größeres Materialspektrum abgedeckt werden. Vorteile der beiden Technologien: Der Sprühstrahl lässt sich an das Objekt anpassen und die Bedienung der Geräte ist denkbar einfach.

 

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